
Präsidentin
Vizepräsidentin
Wir danken unseren Unterstützerinnen und Unterstützern, die das Angebot der Stadtbibliothek Chur möglich machen!
Die Wurzeln der heutigen Stadtbibliothek Chur reichen bis ins Jahr 1919 zurück, als die Bündnerische Volksbibliothek gegründet wurde. Schon damals stand ein Gedanke im Zentrum, der bis heute Bestand hat: der freie Zugang zu Literatur für ein breites Publikum. 1973 schufen der Kanton Graubünden und die Stadt Chur mit der Stiftung Bündner Volksbibliothek eine neue Trägerschaft. Ein Jahr später bezog die Bibliothek ihren Standort am Arcas und wurde dort als Freihandbibliothek weitergeführt – ein Ort, an dem sich Leserinnen und Leser erstmals frei zwischen den Regalen bewegen konnten. Parallel dazu entstand 1974 im Lacunaquartier die Aspermont Bibliothek. Als Quartierbibliothek konzipiert, wurde sie zu einem wegweisenden Modell für Gemeindebibliotheken in ganz Graubünden. 2014 wuchsen die beiden Häuser zusammen: Die Stiftungen fusionierten zur Stiftung Stadtbibliothek Chur. Die Standorte Arcas und Aspermont blieben zunächst erhalten, bis 2018 ein bedeutender Schritt folgte – der Umzug ins ehemalige Postgebäude am Postplatz. Dort wurden sämtliche Angebote erstmals unter einem Dach vereint, ergänzt durch die Bestände der interkulturellen Bibliothek «vossa lingua» und der Ludothek Chur. Mit diesem Umzug fand die Stadtbibliothek nicht nur ihren heutigen, zentralen Standort, sondern auch ein Zuhause mit eigener Geschichte: Das zwischen 1902 und 1904 nach Plänen von Jean Béguin und Theodor Gohl errichtete Gebäude gilt als grösstes Neorenaissancehaus der Stadt Chur. So verbindet die Stadtbibliothek heute lebendige Literaturvermittlung mit einem Stück eindrücklicher Churer Stadtgeschichte.