Buchverbote sind kein neues Phänomen. Sie sind seit jeher ein Instrument der Unterdrückung. Die Geschichte zeigt uns, dass in allen möglichen Ländern Bücher immer wieder verboten und verbrannt wurden, um Tatsachen zu verschleiern, Lügen aufrechtzuerhalten, Gedanken zu unterdrücken und Kontrolle auszuüben.
Umso alarmierender ist der aktuelle Trend in den USA. Dort wird zunehmend Einspruch gegen Bücher in öffentlichen Schulen und Bibliotheken erhoben. Besonders betroffen sind Bücher, die von LGBTQIA+ oder BIPOC Autor*innen geschrieben wurden oder Themen wie Diversität, Rassismus, Sexualität oder Geschichte aufgreifen.
Eine Demokratie lebt von Meinungs- und Informationsfreiheit. Dafür ist es wichtig, unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen und auch kontroverse Ideen auszuhalten, um sich eine eigene Meinung bilden zu können. Wer Bücher verbietet, beschränkt nicht nur den Zugang zu Literatur, sondern greift die Freiheit des Denkens an.
Das sollte keine Demokratie dulden.