Hexenverfolgung in Graubünden – historische Muster und ihre Aktualität
Im 17. Jahrhundert wurden in Graubünden zahlreiche Frauen – und
auch einige Männer – der «Hexerei» beschuldigt, gefoltert und hingerichtet. Die
überlieferten Akten und weitere Quellen zeigen: Die Anschuldigungen folgten oft
wiederkehrenden Mustern und einer eigenen Logik.
Doch Mechanismen von Ausgrenzung, Schuldzuweisungen und Sündenböcken gehören nicht nur der Vergangenheit an. Auch heute werden bestimmte Menschen oder Gruppen verdächtigt, stigmatisiert oder an den Pranger gestellt. Wie entstehen solche Feindbilder? Und lassen sich Parallelen zwischen den historischen Hexenverfolgungen und modernen «Hexenjagden» ziehen?
Ein Wissenschaftscafé für alle, die mehr über dieses Kapitel der Bündner Geschichte erfahren möchten und gemeinsam mit Expertinnen und Experten darüber ins Gespräch kommen wollen, wie historische Muster von Ausgrenzung und Anschuldigung bis in die Gegenwart wirken.
Dr. Antonia Bertschinger, Kulturwissenschaftlerin, Institut für Kulturforschung Graubünden
MSc Antonia Egli, wissenschaftliche Projektmitarbeiterin, FH Graubünden, Doktorandin an der Dublin City University
Dr. Gian Franco Josef Arnold, Oberpsychologe, Psychiatrische Dienste Graubünden
Moderation: Dr. Noemi Adam-Graf
Veranstaltende: Institut für Kulturforschung Graubünden