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Dorli Menn: «Die Frau aus Juf»


«...ein wertvolles Dokument, das über die biografischen Aspekte weit hinausgeht.»
Jost Auf der Maur, Journalist

Das Leben in Juf, dem höchstgelegenen und ganzjährig bewohnten Dorf Europas, ist anspruchsvoll. Die endlos wirkenden Winter am Ende des Hochtals Avers, die Abgeschiedenheit und die Gefahren im Hochgebirge verlangen von der bäuerlichen Gesellschaft grosse Zähigkeit. In dieser ohnehin schon prekären Lage gerät das Erscheinen eines falschen Gurus und Sektenführers in den 1940er-Jahren zu einer Katastrophe für das ganze Tal. Von dieser Erschütterung haben sich die Menschen lange Zeit nicht mehr erholt. Die Autorin Dorli Menn wurde damals persönlich schwer getroffen. Heute aber weiss über die unheimlichen Vorgänge kaum mehr jemand Bescheid. Menn sagt: «Es ist mir wichtig, diese Geschichte vor dem Vergessen zu bewahren.» Entstanden ist ein wertvolles
Dokument, das über die biografischen Aspekte weit hinausgeht.

Dorli Menn,
1949 in Juf geboren, Bauernmädchen, Kauffrau, PostAuto- und Car-Chauffeurin, Netzwerkerin, war während über zwei Jahrzehnten Kreispräsidentin im bündnerischen Hochtal Avers. Sie hat als Kind an Mutters statt ihre drei kleinen ­Brüder betreuen müssen. Später war sie beruflich in Zürich und St. Gallen tätig, doch ihrem Dörfchen Juf (2126 m ü. M.) ist sie bis heute treu geblieben. Hier hat sie auch die bewegende Geschichte ihres Lebens aufgeschrieben.

Programm:

Begrüssung durch Andrea Hämmerle, alt Nationalrat
Interview mit der Autorin durch Jost Auf der Maur, Journalist
Apéro und Buchverkauf mit Signierstunde

Eintritt frei